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Presse
03.09.2015, 08:00 Uhr | Neue Westfälische, Nicole Sielermann
Entspannen am Lieblingsplatz
CDU-Bürgermeisterkandidat Kurt Nagel (63) hat Spaß an der Gartenarbeit

Pergola, Springbrunnen, Liegestuhl - Kurt Nagel hat in seinem Garten eine kleine Idylle geschaffen. Dort tankt er Kraft für bevorstehende politische Aufgaben oder genießt die Sommerabende mit Ehefrau Claudia. Für Letzteres möchte er auch nach dem 13. September noch Zeit haben. Dann nämlich tritt Nagel als CDU-Kandidat bei der Bürgermeisterwahl an. "Meine Chancen sind gut", ist der Christdemokrat überzeugt.


Entspannt: Im Garten hat CDU-Mann Kurt Nagel seinen Lieblingsplatz gefunden. In der Sitzecke neben dem kleinen Springbrunnen genießt er mit Ehefrau Claudia so manchen Sommerabend. Foto: Nicole Sielermann

Für Bad Oeynhausen will er sich einsetzen. Möchte handeln statt gestalten. So wie in seinem Garten. Wo einst Gemüse aller Art wuchs, haben Nagels nach und nach Wege angelegt, Sitzecken geschaffen, Stauden gepflanzt. "Übrig geblieben ist lediglich ein kleiner Küchengarten", erklärt der 63-Jährige. Und die Tomatenpflanzen seiner Frau. Die Kurt Nagel auch mal tatkräftig mit Folienhüllen vor Sturm und Regen schützt. Als Belastung sieht der Steuerberater seinen Garten nicht. "Das macht Spaß", sagt er. Das sei sein Ausgleich. Und so kommt es durchaus vor, dass mal eben schnell einer der Ehepartner aus dem Gartenstuhl hochschnellt, zur Schere greift und irgendetwas in Form schnippelt.

Schließlich ist Kurt Nagel niemand, der lange untätig herumsitzen kann. "Wenn ich im Garten sitze, kann ich meistens nicht lange dösen", winkt er ab. Genauso wenig wie im Urlaub. 14 Tage "paniert am Strand" zu liegen - für den CDU-Mann undenkbar. Stattdessen möchte er den Ort erkunden, Kultur erleben, Radfahren. Exotische Reiseziele - bei Kurt Nagel rar gesät. Stattdessen macht er lieber Kurztripps mit Frau, den beiden Töchtern Silke (42) und Simone (38) sowie deren Lebenspartnern. Oder bleibt in Deutschland. "Ich bin schon super zufrieden mit einem Urlaub an Nord- oder Ostsee", sagt er. Trotzdem wird er wohl bald den großen Wunsch seiner Frau erfüllen: Eine Tour mit den Hurtigrouten, dem Postschiff, an der norwegischen Küste entlang.

Unwohl wird sich der 63-Jährige dort aber vermutlich nicht fühlen. Schließlich passt die Reise zu seinem Typ: Ein Sonnenanbeter sei er wahrlich nicht, sagt Kurt Nagel. Und wer ihm etwas Böses wolle, "der schenkt mir Malle zur Hauptreisezeit". Eine Aussage, bei der ein Fünkchen von Nagels trockenem Humor durchblitzt. Den haben seine Mitstreiter schon in so mancher Ausschuss- oder Ratssitzung zu spüren bekommen. Seit 1988 ist Nagel CDU-, seit 1997 Ratsmitglied und seit elf Jahren Fraktionsvorsitzender. Seine politischen Schwerpunkte sind Finanz- und Wirtschaftspolitik, Stadtentwicklung und Umwelt.

Erst einmal aber stehen die letzten Tage im Wahlkampf an. Wenn dann abends noch Zeit ist, schwingt sich der 63-Jährige aufs Rad. 25 Jahre lang hat er mit seiner Männer-Clique Radurlaub gemacht. Nun beschränkt er sich auf kurze Touren in der Heimat. Über den nahe gelegenen Weserradweg führt ihn sein Weg oft nach Minden oder Porta. Oder zur neugestalteten Weserpromenade. Kurt Nagels ganz persönliches Projekt. Direkt an der Weser, parallel zum Weserradweg, wurden mit Hilfe von Unternehmern Sitzgelegenheiten geschaffen, Infotafeln aufgestellt. Ein Platz, an dem Nagel immer wieder nach dem Rechten sieht.

Denn Dehme, das ist Kurt Nagels Zuhause. Auch wenn er anfangs gar nicht dorthin wollte. "Ich wäre lieber in der Stadt geblieben", gibt er lächelnd zu. Damals, da war er im Grundschulalter. Und sein Vater hatte in Dehme ein Grundstück gekauft. "Weil sich der Bau aber verzögerte und länger dauerte als geplant, wurde ich in der Stadt eingeschult", erinnert sich Nagel. "Ein Arbeiterkind in den elitären Kreisen der Schule", beschreibt es Nagel rückblickend. Eine Schule, an der es ihm aber so gut gefiel, dass er blieb. Auch nach dem Umzug. Kurt Nagel lebt noch heute in seinem Elternhaus, kümmert sich um seine mit im Haus lebende 93-jährige Mutter und um sein Steuerbüro im Nachbarhaus. Dinge, die ihm wichtig sind. Konservativ sei er deshalb noch lange nicht, winkt Nagel ab. "Ich bin nur wertkonservativ."