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07.05.2010, 17:40 Uhr | Anke Marholdt
Parlamentarischer Staatssekretär Fuchtel besucht Wittekindshof
Fachgespräch und Besichtigung
Gemeinsam mit den Landtagskandidaten Karl Erich Schmeding und Friedhelm Ortgies besucht Hans-Joachim Fuchtel den Mühlenkreis
Hans-Joachim Fuchtel mit Karl Erich Schmeding und Marco Rinne (v.l.) füttern das von Melanie Bachs betreute Lama
Hans-Joachim Fuchtel, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Dr. Ursula von der Leyen, hat auf Einladung des Minden-Lübbecker Bundestagsabgeordneten Steffen Kampeter die Diakonische Stiftung Wittekindshof in Bad Oeynhausen besucht. Ein Schwerpunkt des Fachgespräches waren Fragen zur Personalsituation. „Noch ist unsere Personalausstattung gut, aber wir merken an einigen Stellen bereits, dass es immer schwieriger wird, geeignetes Fachpersonal zu finden“, erklärte der Wittekindshofer Vorstandssprecher Pfarrer Professor Dr. Dierk Starnitzke mit Hinweis auf den drohenden Personalmangel im gesamten Sozialbereich angesichts der demografischen Entwicklung. „Wir entdecken die Aus-, Fort-, und Weiterbildung für verschiedene Berufe im Sozialbereich immer stärker als eine wichtige Säule in der Arbeit der Diakonischen Stiftung Wittekindshof. Mit der Heilerziehungspflege und -hilfeausbildung wollen wir junge, aber auch ältere Menschen an unsere Arbeitsfelder heranführen und schaffen Übergänge ins Studium und sind Gesellschafter der Fachhochschule der Diakonie (FhdD) in Bielefeld. Lebenslanges Lernen ist auch in Sozialberufen gefordert und Karriere ist längst kein Fremdwort mehr auch nicht für Erzieher oder Gesundheits- und Krankenpfleger“, betonte der Wittekindshofer Vorstandssprecher, dem es wichtig ist, dass Mitarbeitende individuelle Berufsperspektiven entwickeln: „Es kann nicht jeder Leitungsaufgaben wahrnehmen, aber ein ganz besonders Profil entwickeln, mit dem er die Arbeit seines Teams bereichern kann“, so Starnitzke.
 
Der aus dem Nordschwarzwald stammende Staatsekretär lobte den Ansatz des lebenslangen Lernens und ermutigte den Vorstandssprecher und die Mitglieder der geschäftsführenden Ressortleitungskonferenz, die sich zu dem Fachgespräch getroffen hatten, vor allem auch älteren Mitarbeitenden Fort- und Weiterbildung zu ermöglichen und ihre langjährige Berufserfahrung Wert zu schätzen. Großes Interesse zeigte der Staatsekretär an Kinaesthetics: „Es ist ein relativ neuer fachlicher Ansatz, um auch Menschen mit schwersten körperlichen Beeinträchtigungen so zu unterstützen, dass sie bisher nicht wahrgenommene Bewegungsmöglichkeiten nutzen und weiterentwickeln können. Das dient der Selbstbestimmung und fördert die Lebensqualität von Menschen mit Behinderung, aber schont auch die Gesundheit der Pflegekräfte“, erklärte Starnitzke, der sich freut, dass Dank Kinaesthetics sogar Mitarbeitende mit Rückenproblemen wieder in ihren Beruf zurückkehren können, weil sie die tägliche Pflege mittlerweile so ausführen können, dass sie ihren Rücken nicht mehr überlasten. „Von heute auf Morgen geht das natürlich nicht. Für jeden Menschen müssen individuelle Assistenzformen zur Bewegung gesucht werden, aber Kinaesthetics eröffnet uns neue Wege, weswegen wir in die Ausbildung investieren und auch eine Forschungsarbeit unterstützen“, so Starnitzke. Er wies in diesem Zusammenhang auch auf das Betriebliche Wiedereingliederungsmanagement hin, das seit einigen Jahren allen Mitarbeitenden angeboten wird, die längere Zeit krankheitsbedingt nicht arbeiten konnten, um langsam in den Berufsalltag zurückzukehren und dabei die tägliche Arbeit so zu verändern, dass gesundheitliche Problematiken möglichst vermieden werden können. „Kinaestetics und betriebliches Wiedereingliederungsmanagement sind gute Ansätze, um Arbeit bis 67 Jahre zu ermöglichen, aber wir müssen insgesamt noch viel mehr tun, um die Arbeitsfähigkeit zu erhalten, nicht nur um die Rente finanzieren zu können, sondern vor allem, weil wir zukünftig die Arbeitskraft der Älteren benötigen“, betonte Staatssekretär Fuchtel.
 
Am anschließenden Rundgang auf dem Wittekindshofer Gründungsgelände haben ebenso wie am Fachgespräch auch die beiden CDU-Landtagskandidaten Karl Erich Schmeding und Friedhelm Ortgies sowie Marco Rinne, Kreistagsabgeordneter und Stellvertretender CDU-Stadtverbandsvorsitzender Bad Oeynhausen teilgenommen. Große Freude beim Staatssekretär lösten Frauen und Männer aus dem Wittekindshof aus, die als besonderes pädagogisches Angebot mit zwei Lamas arbeiten. „Mit Kamelen kenne ich mich aus, auch Lamas gehören zu dieser Tiergattung. Bei uns im Nordschwarzwald hat ein Bauer eine ganze Kamelherde. Ich konnte ihn durch internationale Beziehungen unterstützen, beim Aufbau dieser in Deutschland einzigartigen Herde“, so Hans-Joachim Fuchtel.
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